In «Töchter» schilderte Adolph das Wiener Vorstadtleben und stellte dem industriellen Zeitalter das Biedermeier als Idylle gegenüber. Wir lernen Poldi kennen, den Weiberjäger Julius, Annerl mit ihren Fleischhauerbräutigam, den Herrn Herrn Sedlmaier und viele andere. Das typische Leben im Wiener Vorstadtmilljöh lassen wir Revue passieren, ähnlich wie wir es von Zille (Hurengespräche), Schnitzler (Reigen) und Zola (Nana) gewöhnt sind. Reizvoll sind auch die Dialoge im Wiener Dialekt. Zu Unrecht...
Der Band enthält die Texte «Das Märchen», «Ein Totschlag», «Der Riskonto», «Karlis Freude», «Klein-Bertas Pfingsten», «Drei Geschichten vom Amt», «Der alte Uhrmacher», «Die Großmutter», «Opfer», «Verwehen», «Ihre erste Rede», «Heimkehr» und «Dioskuren»; manchmal heitere, öfter traurige, immer aber genau beobachtete Miniaturen aus dem alten Wien, die mittlerweile natürlich alle «von früher», aber darum nur umso interessanter sind, schon da sie uns Einblicke in ein heute vergessenes alltägliches...